RosaLinde Leipzig e.V.
Demmeringstr. 32 · Leipzig
Projekt „Vielfalt stärkt Demokratie“ – Schwerpunkte: Queerfeindlichkeit und Rechtsextremismus
Vielen Dank, dass Sie sich für das Bildungsprojekt des RosaLinde Leipzig e.V. interessieren. Bitte füllen Sie das untenstehende Formular vollständig aus. Im Folgenden finden Sie alle Informationen, die zur Durchführung des Projektes notwendig sind. Am Ende befindet sich zusätzlich ein idealtypischer Ablauf.
Unsere Workshops führen wir generell ohne Lehrkräfte oder Leitungspersonen durch, weil wir die Erfahrung gemacht haben, dass die Schüler*innen sich dann freier und ohne Bewertungsdruck äußern. Natürlich gibt es im Anschluss ein anonymisiertes Feedback von uns. Schulassistenzen, wenn benötigt, können gerne teilhaben.
Pro Projekt veranschlagen wir, unabhängig von dessen Länge, mindestens 75 Euro. Da unsere Arbeit rein ehrenamtlich getragen wird, freuen wir uns über einen höheren Betrag, wenn Sie unsere Arbeit unterstützen wollen. Wir bitten darum, die Gelder nicht auf die Teilnehmenden bzw. Eltern umzuwälzen. Hier können Fördervereine, Ganztagsmittel oder Töpfe des LaSuB verwendet werden. Sie erhalten im Anschluss an das Projekt eine Rechnung.
Da alle Teamer*innen ausnahmslos ehrenamtlich arbeiten, kann es in seltenen Fällen vorkommen, dass nicht jedes Projekt besetzt bzw. spontane Ausfälle nicht abgefangen werden können. Wir bitten um Verständnis.
Unsere Ehrenamtlichen würden sich über Kaffee und Tee besonders freuen.
Wir haben die Regel, dass alle freiwillig beim Workshop teilnehmen sollen. Daher braucht es eine Ansprechperson, die für den Zeitraum bereit steht und den Teamenden bekannt ist. Wir wünschen uns auch, dass das Projekt den Schüler*innen vorher angekündigt wird.
Schüler*innen, die nicht teilnehmen möchten oder die wir wegen ihres Verhaltens vom Workshop ausschließen müssen, brauchen für diese Zeit ein betreutes Alternativangebot. Bitte bereiten Sie dieses vor – die Schüler*innen bekommen nicht „frei“ und halten sich nicht auf dem Schulhof auf.
Da wir ein Workshopformat anbieten, würden wir uns über einen Klassenraum pro Projekt mit loser Bestuhlung freuen. Mehr nicht. Unser Projektteam erfragt etwa eine halbe Stunde vor Workshopbeginn die Raumplanung im Sekretariat. Bitte stellen Sie sicher, dass die Personen dort informiert sind oder eine Ansprechperson vor Ort ist.
Eltern und Sorgeberechtigte haben ein Recht auf Information über externe Angebote dieser Art, daher bitten wir um Weiterleitung. Unterschrieben werden muss der Brief nicht, er dient lediglich der Ankündigung des Angebots. Es gibt kein Recht, den Kindern die Teilnahme am Projekt zu verweigern. Sollte es im Vorfeld entsprechende Reaktionen von Elternseite geben, sind wir gern ansprechbar und versuchen zu vermitteln.
Sollte im Kollegium Fortbildungsbedarf bestehen, können wir Ihnen hierzu gerne ein entsprechendes Angebot unterbreiten. Unter schulung@rosalinde-leipzig.de erreichen Sie unsere Angebote im Bereich Erwachsenenbildung. Auch bieten wir die Begleitung von Regenbogen AGs im Ganztag an. Wenden Sie sich hierfür gerne an uns unter queereschule@rosalinde-leipzig.de.
Bei Fragen rund um das Bildungsprojekt, das Anmeldeverfahren oder mögliche freie Termine, wenden Sie sich gerne an mich.
Mit herzlichem Gruß,
Ami Zahya
Schnell und unkompliziert direkt hier ausfüllen und am Ende als PDF speichern.
Nach Durchführung des Projekts erhalten Sie von uns eine Rechnung über die Aufwandspauschale in Höhe von mindestens 75 Euro. Da unsere Arbeit ausschließlich ehrenamtlich getragen wird und die tatsächlichen Kosten meist höher liegen, würden wir uns sehr freuen, wenn Sie – sofern es Ihr Budget zulässt – mehr als die Mindestpauschale beitragen können. Damit wir die Rechnung korrekt und ohne Rückfragen ausstellen können, bitten wir Sie um folgende Angaben:
Bitte für jede Klasse/Gruppe einen eigenen Eintrag mit eigenem Termin und eigenen Uhrzeiten anlegen – bei mehreren Klassen/Gruppen einfach weitere Einträge hinzufügen. Unsere Workshops finden in der Regel zwischen 9:15 und 13:00 Uhr statt: Beginn frühestens 9:15 Uhr, Ende spätestens 13:00 Uhr. Nach Absprache ist auch ein Projekt am Nachmittag möglich – bitte melden Sie sich dafür vorab bei uns. Planen Sie mindestens 180 Minuten pro Workshop ein und tragen Sie bei jeder Klasse/Gruppe die regulären Pausenzeiten (von – bis) ein. Bitte nicht in die erste bzw. zweite Unterrichtsstunde legen, da teils weite Anfahrtswege nötig sind. Aus ressourcentechnischen Gründen können wir keine Workshops parallel anbieten.
1 Klasse/Gruppe eingetragen
Grün markierte Tage sind bei RosaLinde grundsätzlich frei. Tage mit ⭐ sind besonders gut: Hier haben schon mehrere unserer Ehrenamtlichen Zeit zugesagt – haben sie Uhrzeiten angegeben, steht im Kalendertag, von wann bis wann sie gemeinsam Zeit haben (z. B. „9–12“). Planen Sie den Workshop am besten in diesem Zeitraum. Rot markierte Tage sind bereits durch einen anderen Workshop belegt, bernsteinfarben markierte Tage sind ein Feiertag oder Schulferien (Grund steht direkt im Kalendertag, vollständig auch beim Darüberhalten mit der Maus). Bei allen anderen Tagen ist noch keine Aussage möglich. Rein informativ – es wird dabei nichts übermittelt oder gespeichert.
Diese Angaben helfen unserem Team, sich gezielt auf Ihre Klasse/Gruppe vorzubereiten.
Vielen Dank für das vollständige Ausfüllen! Klicken Sie oben auf „Als PDF speichern“ und senden Sie das PDF an schulprojekt@rosalinde-leipzig.de.
Dieser Brief informiert Eltern und Sorgeberechtigte über Ziele und Inhalte des Bildungsprojekts und kann an sie weitergegeben werden.
RosaLinde Leipzig e.V.
Demmeringstr. 32 · Leipzig
Liebe Eltern, liebe Sorgeberechtigte,
im Rahmen des Schulunterrichts führen wir unser Anti-Diskriminierungsprojekt zum Themenbereich sexuelle Orientierungen und Geschlechtlichkeiten (Homo-, Hetero-, Bi- und Asexualität, Trans-, Cis- und Intergeschlechtlichkeit) an der Schule Ihres Kindes durch.
Mit vielfältigen Methoden im Gepäck besuchen junge Schwule, Lesben, Bisexuelle und trans Personen, die ehrenamtlich arbeiten, Schulklassen und bieten durch persönliche Gespräche die Möglichkeit, sich mit dem Thema sexuelle und geschlechtliche Vielfalt auseinanderzusetzen. Dabei stehen Fragen zu Coming Out, den Reaktionen der Familie und Geschlechterrollen ebenso im Mittelpunkt wie Vorurteile und Erfahrungen mit Diskriminierung. Die Schülerinnen und Schüler bekommen nicht nur Informationen zum Thema, sondern können durch den im Projekt hergestellten Kontakt stereotype Vorstellungen zum Thema hinterfragen, denn unsere Ehrenamtlichen stehen auch für Fragen zu ihrer eigenen Geschichte zur Verfügung. Die Ehrenamtlichen sind zielgruppenspezifisch ausgebildet und werden engmaschig durch die Projektleitung qualifiziert und begleitet. Bisher durchgeführte Bildungsformate haben eine durchweg positive Resonanz erhalten.
In unseren Veranstaltungen geht es uns darum, ein Bewusstsein dafür zu vermitteln, dass es unterschiedliche sexuelle Orientierungen und geschlechtliche Lebensformen gibt, die gleichberechtigt nebeneinanderstehen – und dass man sich Homo-, Bisexualität und Transidentität nicht abgewöhnen kann. Umgekehrt können diese auch nicht auf andere „übertragen“, durch Information erworben oder anerzogen werden. Das Projekt dient dazu, Berührungsängste zu nehmen und eine positivere und entspanntere Haltung zum Thema zu gewinnen.
Schule ist nach wie vor einer der homo- und transfeindlichsten Orte unserer Gesellschaft, „schwul“ ist gängiges Schimpfwort auf deutschen Schulhöfen und Coming-Outs finden nur selten statt. Gleichzeitig befinden sich im statistischen Mittel in jeder Klasse mehrere nicht-heterosexuelle Jugendliche. Wir informieren ebenso über Asexualität, also darüber, dass es Menschen gibt, die keine oder nur sehr geringe sexuelle Anziehung zu anderen Menschen verspüren. Außerdem wünschen wir uns eine Diskussion über die Einteilung in lediglich zwei Geschlechter und klären daher auch über Intergeschlechtlichkeit auf.
Die Inhalte unserer Workshops richten sich entlang des „Orientierungsrahmens für Familien- und Sexualerziehung“ an sächsischen Schulen, welcher ausdrücklich die Thematisierung zu sexueller und geschlechtlicher Vielfalt und die Bedeutsamkeit externer Angebote betont. Unser Projektaufbau und -inhalte orientieren sich an den Qualitätsstandards des bundesweiten Dachverbands Queere Bildung e.V.
Mit diesem Schreiben nehmen Sie Ihren Anspruch auf Information über Ziele und Inhalte der Bildungsveranstaltung wahr. Bei Fragen wenden Sie sich gern an uns!
Einen herzlichen Gruß,
das Team vom Bildungsprojekt des RosaLinde Leipzig e.V.
(Änderungen obliegen den Durchführenden)
Vorstellungsrunde
Vorstellung des Vereins, Wünsche an das Miteinander.
Ja/Nein-Spiel
Positionierung zu bestimmten Aussagen. Ziel: künstliche Herstellung von Mehrheiten und Minderheiten, Aufzeigen von Gruppendynamiken und -zwängen, Sensibilisierung für Diskriminierung.
Begriffs-ABC
Zwei bis drei Teams notieren in alphabetischer Reihenfolge Begriffe aus den Bereichen Sexualität, Liebe, Beziehungen, Geschlecht an der Tafel. Ziel: Einstieg ins Thema, Wissensstände abbilden.
Begriffsklärung
Im Plenum werden Informationen zu Homosexualität, Heterosexualität, Bisexualität, Asexualität, Transidentität, Nicht-Binärität, Intergeschlechtlichkeit, Cisgeschlechtlichkeit gesammelt und kontextualisiert. Ziel: Wissensvermittlung und gesellschaftliche Einordnung, Sensibilisierung für Diskriminierung.
Zum ersten Mal verliebt
Die Gruppe wird geteilt, alle sind imaginär zum ersten Mal verliebt, die eine Hälfte in eine Person des gleichen Geschlechts, die andere Hälfte in eine Person des anderen Geschlechts. Vorgelesene Aussagen sollen aus der Rolle heraus mit Ja/Nein/Vielleicht beantwortet werden. Ziel: Aufzeigen von Privilegien, Sensibilisierung für Diskriminierung.
Wo fängt Diskriminierung an?
Karten mit Situationen zu verschiedenen Diskriminierungsformen sollen als „diskriminierend“, „teilweise diskriminierend/unklar“ und „nichtdiskriminierend“ gekennzeichnet werden. Ziel: Aufzeigen von und Sensibilisierung zu intersektionalen Diskriminierungsformen (z. B. Rassismus, Ableismus, Sexismus etc.).
Hier können offene Fragen zu den bisherigen Projektinhalten und persönliche Fragen an die Workshopleitenden gestellt werden. Die Mehrheit der Ehrenamtlichen hat selbst Coming-Out-Erfahrung und kann so erfahrungsbasiert auf Fragen antworten. Ziel: Berührungsängste abbauen, Stereotype auflösen und Empathie entwickeln.
Persönliches und anonymes Feedback
* Die Methodenanzahl variiert mit der Workshopzeit.
Diese Kurzübersicht fasst Ihre obigen Angaben automatisch für unsere Ehrenamtlichen zusammen – Sie müssen hier nichts zusätzlich eintragen.
Kurzübersicht für unser Team – die wichtigsten Eckdaten zum Projekt auf einen Blick. Wird automatisch aus den obigen Angaben zusammengestellt.